Mehr Schüler für eTwinning
Schülerfirma Jobfinder motiviert mehr Schüler für eTwinning
Ihr Ziel war eine Begegnungsreise zu der eTwinning-Partnerklasse in Schweden: Mit der Gründung einer Schülerfirma namens „Jobfinder“ wollten sich die Neuntklässler der Georg-August-Zinn-Schule in Büdingen-Düdelsheim das hierzu erforderliche Geld verdienen. Die Klasse 9bH der Hauptschule hatte sich daher im letzten Jahr auf die eTwinning-Ausschreibung „Mehr Schüler für eTwinning“ beworben – und diese gewonnen. Eine Webseite, ein Blog und ein Theatersketch sollten die Schülerinnen und Schüler anderer Schulen über eTwinning informieren. Mit Gelegenheitsjobs der Schülerfirma sollte außerdem Geld für die Reise verdient werden. Aber alles der Reihe nach.
Unternehmensplanung
Nach der offiziellen Gründung der Schülerfirma wurden die Aufgaben in der Klasse nach
verschiedenen Arbeitsbereichen verteilt. Die Schülerinnen und Schüler teilten Geschäftsführung, Verwaltung, Reiseplanung, Buchhaltung, Schriftverkehr, Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit, Service und Technik unter sich auf. Die Geschäftsidee: Ein Angebot an alle Interessierten aus der näheren Umgebung, für sie Arbeiten im Haushalt und Garten durchzuführen oder bei Besorgungen zu helfen. Gemeinsam entwarfen die Jugendlichen ein Logo, Flyer und Plakate. Außerdem akquirierten sie Wirtschaftspartner aus Büdingen, bei denen die Informationsmaterialien und Angebote der Schülerfirma ausgelegt werden konnten.
Einrichten von Webseite und Blog
Anschließend wurde das Thema „Mehr Schüler für eTwinning“ in Angriff genommen. Die Klasse hatte genaue Vorstellungen, wie sie andere Schüler für eTwinning motivieren könnte: Als erstes sollten eine Homepage sowie ein Blog eingerichtet werden. Hierfür lernten die Schülerinnen und Schüler erst einmal, wie man Bilder komprimiert oder Präsentationen erstellt. Außerdem erhielten sie eine Einführung in den TwinSpace, den virtuellen Kommunikations- und Arbeitsraum von eTwinning. Nachdem somit die Grundlagen gelegt waren, wurde die Webseite mit dem Homepage-Generator von lo-net2 angelegt. Hier informiert die Klasse 9bH über das Angebot ihrer Schülerfirma und die einzelnen Zuständigkeiten der Angestellten. Um mehr Interaktivität mit den Schülern der Nachbarschulenund sonstigen Interessierten zu erreichen, haben sie außerdem einen Blog angelegt, in dem sie über ihre Erfahrungen mit eTwinning berichten.
Auf der Bühne
Parallel zu diesen Aktivitäten schrieben einige Schülerinnen an einem Drehbuch für einen
Theatersketch, der in der Nachbarschule aufgeführt werden sollte. Nach wochenlangen Probe-, Requisiten- und sonstigen Vorbereitungsarbeiten war es am 23. März so weit: Das Theaterstück wurde an der benachbarten Realschule aufgeführt. In dem Stück erklärt eine Lehrerin einem zerstreuten Professor, was eTwinning eigentlich ist: „Schulen in Europa arbeiten in Projekten zusammen und vernetzen sich“. Auch Beispiele für mögliche eTwinning-Projekte wurden den Zuschauern mit an die Hand gegeben. Nach der Aufführung hatten alle Zuschauer Gelegenheit die Georg-August-Zinn-Schüler über offen gebliebenePunkte auszufragen. Falls die neuen eTwinner nicht gleich mit TwinSpace und Co. klar kämen, versprachen die erfahrenen eTwinner „Wir setzen uns mit Euch an den PC“.
Trotz „Jobfinder“ und einem Preisgeld von Schulen ans Netz e. V. klappt es mit einer geplanten Reise nach Schweden zu der Partnerklasse des Projekts Samarbete nun leider nicht: Die Schweden haben so früh Ferien, dass die Deutschen in ihrer Abschlussprüfungszeit im Mai hätten fahren müssen. Aber auf Klassenfahrt geht es trotzdem: nach Berlin.



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